Förderhinweis Wasserschutzberatung

Das Wasserwerk Vechta befindet sich im Nordwesten der Stadt Vechta in Holzhausen und im Süden des ca. 3.483 ha umfassenden Wasserschutzgebietes (WSG) Vechta-Holzhausen wovon 2.361 ha landwirtschaftlich genutzt werden.

Das Wasserschutzgebiet Vechta-Holzhausen ist in die Schutzzone II (um den Brunnen gelegen), IIIA und IIIB eingeteilt (siehe Abbildung 1). Das Versorgungsgebiet des Wasserwerkes Vechta umfasst hauptsächlich die Stadt Vechta und versorgt ca. 28.000 Einwohner mit sauberem und qualitativ hochwertigem Trinkwasser. Insgesamt wurde in 2019 Trinkwasser in Höhe von ca. 1,9 Mio. m3 gefördert.

Das dazugehörige Grundwasser-Einzugsgebiet erstreckt sich von hier aus überwiegend in nördlicher Richtung und liegt am südlichen Rand der Wildeshausener Geest zwischen Vechta-Langförden-Visbek-Wöstendöllen- Lutten-Oythe.

Wasserschutzgebiet Vechta-Holzhausen

Abbildung 1: Wasserschutzgebiet Vechta-Holzhausen

Die Qualität des Grundwassers kann u.a. durch Nitrat aus der Düngung der landwirtschaftlichen Flächen aber auch aus Hausgärten beeinträchtigt werden. Für das Pflanzenwachstum ist Nitrat-Stickstoff einer der Hauptnährstoffe. Nicht über Pflanzen genutzter Stickstoff wird mit dem winterlichen Niederschlag in Form von Nitrat in tiefere Bodenschichten ausgewaschen und gelangt je nach örtlichen Voraussetzungen zeitlich verzögert ins Grundwasser. Nitrat wird im Boden und im Grundwasser abgebaut. Der Nitratabbau kann jedoch nur aufrechterhalten werden, solange ausreichend Pyrit im Sediment vorhanden ist. Im Falle einer Erschöpfung der Eisendisulfide im Untergrund und anhaltender Nitrateinträge könnten die Nitratkonzentrationen im Rohwasser entsprechend steigen. Diese Prozesse sind somit endlich und sollten nicht übermäßig beansprucht werden. Um die hohe Qualität des Trinkwassers auch für die Zukunft zu sichern, arbeitet das Wasserwerk Vechta seit über 20 Jahren vertrauensvoll mit Landwirten für den vorsorgenden Grundwasserschutz zusammen, die Flächen im Wasserschutzgebiet Vechta-Holzhausen bewirtschaften. Grundlage der gemeinsamen Arbeit bildet ein zusammen abgestimmtes Schutz- und Beratungskonzept, welches gefasste Ziele für den vorsorgenden Grundwasserschutz für einen fünf Jahreszeitraum definiert. Zentrale Maßnahmen im Schutz- und Beratungskonzept sind die Wasserschutzberatung (z.B. Düngeplanung für die landwirtschaftlichen Betriebe) und die Umsetzung von freiwilligen Vereinbarungen sowie die Kontrolle des Erfolges der angewandten Maßnahmen. Ende 2019 wurde durch das Wasserwerk Vechta ein Vergabeverfahren für die Leistungen der Wasserschutzberatung für das Wasserschutzgebiet Vechta-Holzhausen für die Jahre 2020 bis Ende 2022, mit einer Verlängerungsoption um zwei weitere Jahre, durchgeführt. Dazu sind mehrere Anbieter von Leistungen der Wasserschutzberatung zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert worden. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat in dem Vergabeverfahren das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben und wurde vom Wasserwerk Vechta mit der Wasserschutzberatung beauftragt. Grundwasserschutzmaßnahmen werden aus der Wasserentnahmegebühr des Landes Niedersachsen finanziert. Die Finanzierung der Gewässerschutzberatung erfolgt zu 50 % aus EU-Mitteln, dem sogenannten ELER - Programm (Europäischer Landwirtschaftsfond zur Entwicklung des ländlichen Raums) und zu 50 % aus der Wasserentnahmegebühr des Landes Niedersachsens.

EUROPÄISCHE UNION